Firmenchronik

Den Lebenden dienen – die Toten ehren

Das Unternehmen – Tradition, Moderne, Fortschritt

Das Bestattungswesen der Stadt Bamberg wurde durch Gründung eines Schreinermeistervereins, der die Zunft ablöste, organisiert. Das Zunftrecht, das durch die Friedhofsordnung von 1885 neu bestätigt wurde, garantierte den Mitgliedern, die ortsansässige selbständige Meister sein mussten, die Sarglieferung für das Bamberger Gebiet. Mit den Jahren wurde ein Magazin geschaffen, das die Mitglieder zu beliefern hatten.

1938 wurde der Verein gezwungen, die Form einer Genossenschaft anzunehmen, welche nach dem 2. Weltkrieg den Namen „Bamberger Bestattungsinstitut und Sargmagazin e. G. m. b. H“ erhielt. Die Vereinigung der Meister, die über zwei Jahrhunderte neben sonstiger handwerklicher Tätigkeit lediglich um Fertigung und Vertrieb der Särge besorgt war, hat in der Neuzeit ihr Arbeitsgebiet in förderlicher Weise durch Hinterbliebenenberatung und die umfassende Übernahme aller vorkommender Formalitäten im Dienst der Bamberger Bürgerschaft und der des Umlandes erweitert. Dies war auch der Grund dafür, weshalb sich das Bamberger Sargmagazin in Bestattungsinstitut FRIEDE umbenannt hat. Nachdem die Stadt Bamberg den städtischen Bestattungswagenfuhrpark aufgegeben hat und die Anstellung der über die Stadtdistrikte eingeteilten Leichenfrauen dem Institut überließ, wurde es für das Bestattungsinstitut FRIEDE zur Pflicht, den Verstorbenen nach den persönlichen Wünschen der Hinterbliebenen einen zeitgemäßen und würdigen Abschied zu bereiten.

Mit der zunehmend industrialisierten Sargproduktion nimmt die Notwendigkeit des handwerklichen Know-hows in dem Maß ab, in dem sich der Aufgabenbereich des sich immer mehr den modernen Dienstleistungen anpassenden Bestattungsinstituts FRIEDE erweitert. Das Institut FRIEDE befindet sich zu jener Zeit mit den Betriebsräumen am Schiffbauplatz, dem 1. Bamberger Krankenhaus gegenübergelegen. 1971 erwirbt Johann Neuner das Bestattungsinstitut. Das Institut steht den Trauernden mit Rat und Tat jederzeit kompetent und fachkundig zur Seite. Es ist bemüht, die Trauergäste umfassend zu betreuen. Die Anzahl der Bestattungen im Stadtgebiet und Überführungen im Landkreis Bamberg und weit darüber hinaus nimmt zu, sodass die räumlichen Gegebenheiten am Schiffbauplatz nicht mehr den Erfordernissen eines modernen Instituts entsprechen. Um gestiegene Anforderungen im Interesse der Trauernden erfüllen zu können, sieht sich der Inhaber veranlasst, einen standortgünstigen Neubau mit Betriebswohnungen und Sozialräumen zu planen. Das neue Klinikum in Bamberg wird unterdessen am Bruderwald errichtet, Baugrundstücke in dessen Umgebung bieten sich für einen Neubau des Instituts FRIEDE geradezu an.

Nach dem Besuch des städtischen wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums und der Ausbildung zum Sanitäter bei der Bundesluftwaffe übernimmt 1981 Dieter Neuner das Bestattungsinstituts FRIEDE. Beide Ausbildungsrichtungen sind zunächst ideale Voraussetzungen, um ein Bestattungs- und Überführungsinstitut zu leiten. Das Überführungs- und Bestattungsinstitut FRIEDE wird unter der Adresse Paradiesweg 2 b errichtet. An verkehrsgünstig gelegener Stelle, vom Stadtzentrum aus in wenigen Minuten erreichbar, entsteht ein Betriebsgebäude mit modernen Ausstellungsräumen zur Präsentation der Särge, Sarggarnituren, Sterbewäsche und Urnen. Die ins Haus integrierten Garagen ermöglichen die Unterbringung von zwei Bestattungsfahrzeugen und einem weiteren Betriebsfahrzeug. Die geschmackvoll eingerichteten Besprechungsräume lassen das Trauergespräch in entspannter Atmosphäre zu. Durch die Zusammenlegung von Wohnung und Betrieb ist eine Anwesenheit der Diensthabenden im Institut und somit eine qualifizierte Betreuung der Trauergäste rund um die Uhr gewährleistet.

Die Hinterbliebenen nehmen das erweiterte Angebot des Bestattungsinstituts FRIEDE, das bei der Auswahl des Grabes behilflich ist, Todesanzeigen vermittelt, bei der Blumenauswahl zur Bestattung berät, die Termine mit der Geistlichkeit und dem Friedhofsamt koordiniert, bei allen Rentenangelegenheiten begleitend seine Hilfe anbietet, mit Krankenkassen und Versicherungen abrechnet, um nur einen Teil der breit gefächerten Dienstleistungen des Instituts FRIEDE zu nennen, dankbar an. Die Zahl der Erd- und Feuerbestattungen wächst, sodass bereits in den folgenden Jahren weitere Umbaumaßnahmen durchgeführt werden müssen. Der Inhaber des Instituts FRIEDE tritt über den Landesfachverband Bayern dem Bundesverband des Deutschen Bestattungsgewerbes bei und unterzieht sich 1983 der Ausbildung zum Fachgeprüften Bestatter mit Diplom. Dem Bestattungsinstitut FRIEDE wird das Fachzeichen, das als Nachweis der Qualifikation des Betriebsinhabers dient, verliehen.

Das Institut FRIEDE ist für die Zukunft bestens aufgestellt. Der Nachwuchs, obgleich noch in Ausbildung und Studium, wird mit den besonderen Gegebenheiten des Bestattungsinstituts vertraut, sodass die Nachfolge gesichert ist. Die Einarbeitung und Ausbildung der nachfolgenden Generation findet bereits statt. Dazu gehört die pietätvolle Behandlung der Verstorbenen ebenso wie der respektvolle Umgang mit den Hinterbliebenen. Das Institut FRIEDE führt 1995 im Bereich Trauerdruck für Sterbebilder, Trauerbriefe, Trauerkarten und andere Drucksachen eine neue Technologie ein, sodass der Farbdruck zu erschwinglichen Preisen machbar ist. Bunte Trauerbilder stellen ein Novum dar und werden von der Bevölkerung gut angenommen. Im Jahr 2005 werden die Garagen für die neuen Bestattungsfahrzeuge zu klein, sodass weitere Umbaumaßnahmen erfolgen.

2009 beginnt das Bestattungshaus FRIEDE mit dem Umbau des gesamten Unternehmens. Es werden ein Aussegnungsraum, ein Raum für die offene Aufbahrung und Abschiednahme sowie ein Raum für die hygienische Versorgung der Verstorbenen angegliedert. Die Büros erfahren eine Vergrößerung und werden den modernsten Erfordernissen angepasst. Gleichzeitig mit den Umbaumaßnahmen kommt Felix Neuner, der eine 3-jährige Ausbildung im Kollegenbetrieb in Erlangen absolviert hat, in den elterlichen Betrieb nach Bamberg.

Alle Neuerungen zeigen deutlich, dass das Institut FRIEDE den richtigen Weg eingeschlagen hat. Das erste Leitmotiv des Bestatterverbandes – Den Lebenden dienen, die Toten ehren – wird auch in Zukunft beim Bestattungsinstitut FRIEDE oberstes Prinzip bleiben und die Gewähr dafür bieten, dass die Hinterbliebenen zu jeder Zeit vertrauenswürdige, kompetente Hilfe und eine preiswerte Bestattung erhalten.